Der Dudey gehört zur Gattung der Kleinsackpfeifen und ist eng mit dem Hümmelchen verwandt. Obwohl die Bezeichnung Dudey einen osteuropäischen Ursprung vermuten lässt, taucht es vor allem in Deutschland auf. Michael Praetorius nahm den Dudey deshalb auch in seine Enzyklopädie der Renaissancemusikinstrumente, das Syntagma Musicum, auf.

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Klang:
Der Dudey hat einen weichen, leicht nasalen Klang. Er ist, wie das Hümmelchen, ein leiser Dudelsack, der sehr angenehm für das Musizieren in Räumen ist. Durch den vollen akkordischen Klang der drei Bordune, ist er ein ideales Soloinstrument und gleichzeitig ein Instrument, das in keinem Renaissancemusik-Ensemble fehlen sollte.

Bauweisen:
Der Dudey hat eine zylindrischer Spielpfeife und drei zylindrischen Bordunen, die in einem gemeinsamen Stock zusammengefasst sind. In der Regel ist er eine mundgeblasene Sackpfeife, er kann aber auch mit Blasebalg angeboten werden.

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Die Spielpfeife ist mit einem Doppelrohrblatt ausgestattet. Sie wird entweder in offener - Blockflöten - Griffweise oder in halbgeschlossener - französischer - Griffweise gebaut, wobei Instrumente in halbgeschlossenen Griffweise über mehr chromatische Töne verfügen. Haupttonarten sind C/F bzw. D/G oder die tiefere Stimmung G/C. Der Tonumfang entspricht einer None.

Die Bordune haben Einfachrohrblätter und sind im Quint- und Oktavabstand gestimmt. Durch eine zusätzliche Bohrung ist der Bordun umstimmbar, so dass sich das Tonartenspektrum erweitern lässt. Die Bordune sind so in den Sack eingebunden sein, dass sie an die Schulter anlehnen. Bei balggeblasenen Instrumenten liegen die Bordune quer vor dem Körper auf dem rechten Unterarm auf.